ZIERKOHL

ZIERKOHL

Kohl gehört der botanischen Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae) an, zu der eine beträchtliche Anzahl von – sämtlich sehr interessanten – Arten zählen, die für die Ernährung des Menschen bestimmt sind und seit der Antike auch dazu genutzt werden. So soll die Verwendung dieser Pflanze zu Nahrungszwecken auf mindestens 6000 Jahre zurückgehen. In den letzten Jahren haben Kohlarten dank der sehr auffälligen Farbgebung ihrer Blätter auch zu ornamentalen Zwecken ihren Einzug in die Gärten gehalten; außerdem halten sie Kälte und Frost stand. Diese Pflanzen werden verkauft, wenn sie ihre endgültige Größe und Färbung erreicht haben. In der Regel braucht Kohl frische und tiefe Böden, aber sie passen sich auch nicht idealen Bedingungen an. Soll die Pflanze in einen Topf umgetopft werden, kann eine gute Mischung aus 70% organischem Kompost und 30% inertem Sand oder Blähton bestehen. Aufgrund ihrer Größe empfiehlt es sich, geeignete Töpfe oder Kästen zu verwenden. Zierkohl hat eine ausgezeichnete Beständigkeit gegen Kälte (einige Sorten vertragen sogar -10 ° C). Die Kultivierung von Kohl ist herbstlich-winterlich und die Pflanze kann im Spätsommer im Garten oder auf der Terrasse gepflanzt werden, damit man die bunten Blätter bis zum Frühling genießen kann, wenn sie bei steigender Temperatur ihre echten, wenig dekorativen Blüten erzeugen. Die Pflanzen suchen einen Platz in direkter Sonne oder im Halbschatten. Wenn sie im Garten gepflanzt werden, sollten Stellen mit Staunässe vermieden werden. Düngen sollte man einmal pro Monat mit ternären, löslichen Düngemitteln, die ausreichend Kalium enthalten. Beim Gießen sollten die Klimabedingungen berücksichtigt werden. Im Winter übertreibt man am besten nicht mit Wasser, was die Widerstandskraft der Pflanze gegen Kälte beeinträchtigen könnte. Die Kohlköpfe wachsen in der kalten Jahreszeit und werden daher nicht von Insekten angegriffen, doch können durch Pilze Probleme entstehen: Falscher Mehltau (Peronospora) und Grauschimmel (Botrytis). Um letztere unter Kontrolle zu halten, genügt vorbeugendes Besprühen mit Kupfer bzw. – sollte die Krankheit bereits aufgetreten sein – der Einsatz von Mitteln gegen Falschen Mehltau und Fungiziden.

pianta da fiore cavolo ornamentale