BEGONIE

BEGONIE

Zur Familie der Schiefblattgewächse (Begoniaceae) gehören rund 1.000 aus tropischen Gebieten stammende Arten. Ihr Name leitet sich vom Familiennamen des Gouverneurs der Antillen, Michel Begon, ab, der sie um das Jahr 1700 beschrieben hat. Die Pflanzen besitzen in der Regel eine Knolle, aus der mehrere Triebe mit fleischigem Gewebe herausragen. Man kann sie in 3 Gruppen einteilen: Die einjährigen Begonien, die mehrjährigen Knollen und die mehrjährigen mit Zierblattwerk. Die einjährigen Begonien stammen von der B. semperflorens ab, die ihren Ursprung in Brasilien hat. Die Fortpflanzung dieser Spezies erfolgt durch Samen. Begonien-Samen sind winzig klein und sehr zart, ein Gramm enthält circa 75.000. Die lange Blütezeit der einjährigen Begonien dauert von Mai bis Oktober, die Pflanzen können in Form von Einzel- und Doppelblüten blühen und sind aufgrund der Farbe ihrer Blütenblätter, die von grün bis rot variieren kann, dekorativ. Einjährige Begonien wachsen gut in direkter Sonne und bevorzugen an organischen Stoffen reiche Böden.

Die Knollenbegonien: Die Blüten dieser Spezies sind in der Regel sehr auffällig und aus der Umwandlung der Staubblätter entstanden, so dass männliche Pflanzen schönere Blüten haben, die allerdings von kürzerer Dauer sind. Die Knollenbegonien lieben ein warmes und schattiges Umfeld. Der Boden sollte frisch und immer gut gewässert sein; doch sollte das Wasser nicht stagnieren, weil die Knolle sehr anfällig für Wurzelfäule ist.

Die Begonien mit Zierblättern: Es sind in der Regel rhizomartige Pflanzen, die Fortpflanzung kann entweder durch den Schnitt der Rhizome oder durch Blattstecklinge erfolgen. Die Begonia Rex ist der Archetyp dieser Gruppe, die aus Indien stammt. Die Begonien können auch aus Blattstecklingen reproduziert werden. In diesem Fall schneidet man einen Teils des Blattes ab, indem man es auf einen feuchten Boden drückt, und innerhalb von dreißig Tagen entwickeln sich neue Sämlinge. Diese Schatten- oder Halbschatten-Pflanzen können auf frischen Böden mit viel Humus angebaut werden. Sie vertragen keine Kälte. Die größten Feinde der Begonien sind Spinnmilben und Fadenwürmer (Nematoden), die die Blätter befallen, und die Wurzelfäule, die die Zwiebeln und Rhizome angreifen. Besonders ist auf den Standort der Pflanzen zu achten: direkte Sonne für einjährige Pflanzen, Halbschatten und häufiges Gießen ohne Staunässe für Knollenpflanzen und die mit Zierblättern.

pianta da begonia