PETUNIE

PETUNIE

Die Spezies Petunie stammt vorwiegend aus Zentral-und Südamerika und gehört zur Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae). Die Petunie ist eine in ihrem ursprünglichen Umfeld mehrjährige, in italienischen Gärten angebaut, einjährige krautige Pflanze. Die Pflanzen bilden kleine Büsche mit Zweigen, die sich zum Boden hin neigen und von denen viele röhrenförmigen Blüten ausgehen. Die Blätter und Zweige sind dicht behaart; diese Behaarung wirkt bei Berührung klebrig. Vom Frühjahr bis zum Spätsommer erzeugt die Petunie eine beachtliche Anzahl an bunten Blüten; diese bedecken alle Zweige, die wiederum nach unten hängen. Es gibt sehr viele Sorten, die sich in der Farbe der Blüten, die von Weiß über Rosa bis Pink und Blau reicht, und in der Größe unterscheiden. Die Petunie ist ideal für Töpfe und Blumenkästen. Der Anbau von Petunien erfordert einige Kunstgriffe, die das starke Wachstum der Pflanze unterstützen. An erster Stelle ist hier der Standort in direkter Sonne oder im Halbschatten zu nennen. Lichtmangel macht sich sofort bemerkbar: Die Zweige strecken sich in die Länge, die Blätter sind gelb und die Pflanze blüht wenig. Viel Aufmerksamkeit verlangt die Zubereitung der Pflanzerde zum Umtopfen: Sie sollte nicht nur eine gute Wasserretention ermöglichen, sondern auch das Abfließen von überschüssigem Wasser gewährleisten. In Blumenkästen mit Auffangschale empfiehlt es sich, unten im Blumenkasten eine ein paar Zentimeter dicke Schicht aus Blähton zu bilden, auf die dann die Erde bestehend aus 60% Torf und 40% Sand oder Perlit geschüttet wird. Angesichts des schnellen Wachstums, ist es wichtig, Dünger bereits zum Zeitpunkt des Eintopfens bereitzustellen. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, der Eintopferde Mehrnährstoff-Langzeitdünger (MND) beizumischen. Ebenso wichtig ist häufiges Gießen, damit die Pflanzenblätter und –blüten nicht verblühen. Petunienblüten scheuen Wasser nicht und können nass werden, ohne dass man Fleckenbildung befürchten muss. Düngen sollte man oft, auch einmal pro Woche mit löslichem Dünger, der mit dem Gießwasser verabreicht wird. Was Krankheiten angeht, ist die Petunie sehr resistent gegen Befall durch Pilze und Bakterien; sie kann jedoch von Blattläusen und Spinnmilben angegriffen werden. In diesen Fällen kann man auf Blattlaus- oder Milbengift zurückgreifen, die problemlos im Fachhandel erhältlich sind. Um eine üppige Blüte der gesamten Pflanze zu bewahren, ist es sinnvoll, sie zu beschneiden. Dies geschieht in der Regel Ende Juli, wenn die Zweige eine Länge von 30 bis 40 cm erreicht haben, und die Pflanze in unmittelbarer Nähe des Topfs keine neuen Blüten hervorbringt. Dabei werden die Zweige auf eine Länge von 5 – 10 cm zurückgestutzt. Danach wird gut gedüngt und häufig gegossen; auf diese Weise wird die Pflanze innerhalb von einer Woche neue Zweige und Blüten entwickeln und den ganzen Topf bis in den Herbst hinein überziehen.

pianta da fiore petunia