ROSE

ROSE

Die Rose gehört der Familie der Rosengewächse (Rosaceae) an und umfasst etwa 250 Arten, die in Europa und Asien heimisch sind, sowie Zehntausende von Cultivar und Arten, die aus der jahrhundertelangen Züchtung und Selektion von Blumenzüchtern entstanden sind. Die Gattung Rose umfasst Arten mit sehr unterschiedlichem Wuchs, von kleinen bis großen Sträuchern hin zu Kletter-, Rank- oder Kriechrosen. Rosen werden sowohl wegen der Schönheit ihrer Blüten als auch aufgrund ihrer Heilkraft vom Menschen von alters her angebaut. Im Mittelalter verbreitete sich eine Art von roter Rose, die zum Symbol der englischen Familie Lancaster wurde, die traditionsgemäß der Familie York gegenüber gestellt wird, die durch eine weiße Rose symbolisiert ist. Gut 30 Arten wachsen in Italien wild: die Heckenrose (R. canina), die Essig-Rose (R. gallica), die Rotblatt- oder Hechtrose (R. glauca), die Gebirgs- oder Alpenrose (R. pendulina) und die Immergrüne Rose (R. sempervirens). Mit der Einführung in Europa von wiederblühenden, asiatischen Rosen und der chinesischen Teerosen brachten die Züchter mehr und mehr Sorten mit immer schöneren Blüten und der Fähigkeit, während der ganzen Saison zu blühen, auf den Markt. So umspannt heute nach landläufiger Meinung die Palette von Sorten gut 20.000 Sorten mit vielen verschiedenen Eigenschaften und Blühgewohnheiten. Für die Kultivierung gelten grundlegende Prinzipien, die allen Rosen gemein sind. Was den Standort betrifft, so bevorzugen alle direkte Sonne und vertragen auch Halbschatten; die Erde - sowohl in Töpfen als auch im Boden, sollte für Rosen vorzugsweise in einem Substrat bestehen, das reich an organischen Stoffen ist, aber Wasser gut ablaufen lässt; Staunässe sollte dabei vermieden werden. Rosen vertragen sogar kalkhaltige Böden. Zum Einpflanzen sieht ein guter Kompost eine Mischung aus 60% Bio-Kompost mit 40% inerten Materials, sowie die Verwendung von Langzeitdünger vor. Was das Gießen angeht, so sollten Rosen regelmäßig gegossen werden, um zu verhindern, dass die Blätter der Pflanze zu welken beginnen. Alle 14 Tage empfiehlt es sich, einen ternären, löslichen Dünger dem Gießwasser zuzufügen. Rosen mit großen Blüten und Bäumchenform bedürfen eines Sommer- und eines Winterschnitts. Der Sommerschnitt besteht im Entfernen der verwelkten Blüten durch Abschneiden der Stiele auf Höhe des ersten Blatts unterhalb der Blüte. Im Sommer ist auch die Entfernung der "Saugnäpfe" ratsam; das sind wenig blühende Zweige am unteren Teil der Pflanze, die ihr Energie zum Blühen entziehen. Diese Eingriffe verhindern Samenbildung, halten die Pflanze in Form und sorgen für eine gute Blütenbildung. Der Winterschnitt hingegen dient dazu, die Größe des Bäumchens oder Strauchs zu reduzieren, um eine kompakte Form zu gewährleisten und die Blüte im folgenden Frühjahr zu fördern. Der Schnitt sollte in einer Verkürzung der längeren Zweige bestehen; dabei sind schwache oder beschädigte Zweige und etwaige Saugnäpfe zu entfernen, die sich am Fuß der Pflanze gebildet haben. Rosen fürchten allgemein den Befall von Pilzen und Insekten; deshalb empfiehlt es sich, die Pflanze vorbeugend mit Kupfer und Schwefel zu besprühen, um Angriffe von Falschem Mehltau, Rost und Echtem Mehltau einzuschränken. Gegen Schädlinge, vor allem Blattläuse und Spinnmilben, kann zum Zeitpunkt ihres Auftretens mit spezifischem Blattlaus- und Spinnmilbengift vorgegangen werden.

pianta da fiore rosa