BOHNEN

BOHNEN

Der Gattung Phaseolus, die Teil der großen Familie der Hülsenfrüchte (Leguminosen) ist, gehören zahlreiche Arten von angebauten Bohnen an. Ein wichtiges Merkmal der Familie der Hülsenfrüchte ist die Fähigkeit, atmosphärischen Stickstoff durch Symbiose mit Bakterien zu fixieren, die in ihren Wurzeln leben. In Europa war vor der Entdeckung Amerikas eine Bohnen ähnliche Hülsenfrucht bekannt, die der Gattung Vigna angehörte und aufgrund des charakteristischen schwarzen Flecks auf der Schale in der Nähe des Ansatzes des Samens an der Schote gemeinhin als "Augenbohne" bezeichnet wird. Die eigentlichen Bohnen wurden in Post-Kolumbus-Zeit aus Mittel-und Südamerika importiert. Seitdem hat sich der Anbau auf dem ganzen europäischen Kontinent verbreitet. Die Bohne wird angebaut, um die sowohl frischen als auch getrockneten (Bohnen zum Enthülsen) Samen zu ernten, oder für die Verwendung der ganzen, unreifen Schote (grüne Böhnchen). Von allen Sorten gibt es heute sowohl Zwerg-Arten (Sorte mit bestimmter Wuchsform) als auch Kletterpflanzen (Sorte mit unbestimmter Wuchsform).
Bohnen haben - wie auch andere Hülsenfrüchte - einen hohen Nährwert: Sie sind sehr eiweißreich, in einigen Fällen übersteigt das Gewicht der Proteine 20% des gesamten Gewichts; sie enthalten mehr als 40% Kohlenhydrate und zahlreiche Mineralsalze. Der Nährwert von 100 g Bohnen beträgt 291 kcal.

KULTIVIERUNG

Die Bohne ist eine Pflanze mit relativ hohen thermischen Ansprüchen und kann im Klima der Länder des Mittelmeerraums im Frühjahr und Sommer angebaut werden. Die optimale Wachstumstemperatur sollte nachts nicht unter 15 °C und tagsüber nicht unter 24 °C sinken. Unter diesen Bedingungen verläuft die Entwicklung sehr schnell: Grüne Bohnen können ausgehend vom Pflänzchen innerhalb von 30 Tagen und die zum Enthülsen in 40 Tagen geerntet werden. Bei der Düngung der Bohnen, wie aller Hülsenfrüchte, kann vom Stickstoffdünger abgesehen werden, doch ist für eine ausreichende Zufuhr von Phosphor und Kalium zu sorgen. Für eine Produktion von 1 bis 2 kg Samen pro m² empfiehlt sich eine Beigabe von 2 kg/ m² Kompost, 30 g/m² Kaliumsulfat sowie die gleiche Menge von Dreifach-Superphosphat. Der Abstand beim Umpflanzen hängt von der Art ab: Zwergsorten können in Doppelreihen von 60 cm zwischen den Doppelreihen, 20 cm zwischen den Reihen der Doppelreihe und ca. 5 cm zwischen den Pflanzen in der Reihe gepflanzt werden. Die Kletterarten werden immer in Doppelreihen platziert, mit einem Abstand zwischen den Doppelreihen von 80 -100 cm, 20 cm zwischen den Reihen und 10 cm zwischen den Pflanzen in der Reihe. Für die Klettersorten sind zum Abstützen der Triebe Netze oder Pfosten vorzusehen. In jedem Fall müssen die Stützen eine Höhe von nicht weniger als 1,50 m haben und robust genug sein.

SCHÄDLINGE

Die Parasiten der Bohnen greifen vor allem deren an der Luft befindlichen Teil an. Blätter, Blüten und Früchte können durch Blattläuse und den weißen Schmetterling angegriffen werden. Diese Insekten können durch Besprühen mit natürlichen Pyrethroiden oder durch Bewerfen mit räuberischen Insekten bekämpft werden. Gefährlich sind auch Angriffe der Spinnmilbe, die sich in Form von feinen Spinnweben auf der Pflanzenspitze und unten den Blättern bemerkbar machen. Diesen kann durch den Einsatz der Raubmilbe Phytoseiulus persimilis begegnet werden. Als Pilz-Parasiten sind schließlich Anthrakose, Rost und Botrytis präsent; wichtig sind in diesen Fällen vorbeugende Behandlungen mit Kupfer und die Aufrechterhaltung guter Umweltbedingungen.