GURKE

GURKE

Die Gurke, Cucumis sativus, ist ein enger Verwandter von Honig- und Wassermelonen und wird vom Menschen seit der Antike verwendet. Beschreibungen dieses Gemüses wurden in ägyptischen Gräbern und römischen Mosaiken aufgefunden. Es wird angenommen, dass dieses Kürbisgewächs, dessen Verwendung sich weltweit verbreitet hat, aus Indien stammt. Es ist eine Kletterpflanze und erfordert ein genügend warmes Klima: Ideal sind 18-20 °C nachts und 25-30 °C während des Tages. Die Früchte der angebauten Sorten sind parthenokarp, also jungfernfrüchtig, d.h. sie entwickeln sich aus Blüten, ohne dass dazu Bestäubung nötig ist. Dank ihres sehr geringen Kaloriengehalts (14 kcal/100g) ist die Gurke ideal für Diäten, enthält beachtliche Mengen an Mineralstoffen und Vitaminen und wirkt harntreibend, blutreinigend und erfrischend. Um sie leicht verdaulich zu machen, entfernt man nicht nur die Schale, sondern lässt sie auch in dünne Scheiben geschnitten etwa zehn Minuten mit Salz ziehen. Kurz abgespült kann die Gurke als Salat angemacht oder auch roh gegessen werden, ohne dass dabei Verdauungsbeschwerden entstehen. Die Gurke wird aufgrund ihrer geschmeidig machenden Eigenschaften auch in der Kosmetik für Haut-Anwendungen eingesetzt.

KULTIVIERUNG

Die Pflänzchen können, sobald die Mindesttemperaturen 10 °C überschreiten, umgepflanzt werden. Die Pflanz-Abstände müssen so sein, dass ein durchschnittlicher Einsatz von 2-3 Pflanzen/m² beibehalten wird. Für die Kultivierung der Pflanzen empfiehlt es sich, aus Netzen bestehende Stützen vorzubereiten. Bei der Düngung ist zu beachten, dass die Absorption der Hauptelemente im Verhältnis von 1:0, 5:2 erfolgt.
Im Verlauf der Kultivierung wird, sollte ein Überschuss an Vegetation auftreten, zu Sommerbeschneidungen geraten, bei denen jeder Zweig nach dem vierten-fünften Blatt gekappt wird. Nach dem Umpflanzen kann nach etwa 60 Tagen geerntet werden, wenn die Früchte noch unreif sind und sich die Samen noch nicht differenziert haben.

SCHÄDLINGE

Die häufigsten Erkrankungen des Blattapparats der Gurke bestehen, ähnlich wie bei anderen Kürbisgewächsen, im Echten Mehltau, dem Falschen Mehltau (Pseudoperonospora cubensis) und der Grauschimmelfäule (Botrytis cinerea). Diese parasitären Pilze können durch Behandlungen mit Kupfer und Schwefel bekämpft werden. Gezieltere Eingriffe können mit den nötigen Vorkehrungen und unter der Aufsicht eines qualifizierten Fachmanns mit bestimmten Chemikalien durchgeführt werden. Was Insekten angeht, so sind Angriffe von Blattläusen und weißen Schmetterlingen häufig, denen mit natürlichen Pyrethroid-Sprays (dabei ist darauf zu achten, dass nicht während der Blütezeit behandelt wird, damit keine bestäubenden Insekten betroffen werden) oder durch Bewerfen mit räuberischen Insekten wie der Gemeinen Florfliege (Chrysoperla carnea), Gallmücke (Aphidoletes aphidimyza), Schlupfwespe (Aphidius colemani) und dem Asiatischen Marienkäfer (Harmonia axyridis) leicht Einhalt geboten werden kann. Ein letzter Hinweis betrifft Angriffe von Spinnmilben, die sich in Form von feinen Spinnweben auf der Pflanzenspitze und unter den Blättern bemerkbar machen. Diese können durch die Raubmilbe (Phytoseiulus persimilis) beseitigt werden.