ARTISCHOCKE

ARTISCHOCKE

Die Artischocke, deren wissenschaftliche Bezeichnung Cynara scolimus ist, stammt wahrscheinlich von der auf den Inseln der Ägäis und Zypern beheimateten Kardendistel (Cynara cardunculus) ab. Die Pflanze war bereits bei den Griechen und Römern bekannt, doch hat die Kultivierung in Italien erst nach 1500 Fuß gefasst. Die Artischocke gehört der botanischen Familie der Korbblütler (Compositae) an und ist eine mehrjährige Pflanze, die eine beachtliche Größe erreicht. Ihr Anbau kann nur in Gebieten, in denen die Temperaturen im Winter nicht weit unter - 4C °C fallen, durchgeführt werden. Die Pflanzung wird mit auf meristematischem Weg aus Ablegern gewonnenen Setzlingen oder Hybridsaatgut durchgeführt. Der genießbare Teil der Artischocke ist die noch nicht ausgereifte Blüte. Der Nährwert der Artischocke ist bemerkenswert, weil sie hohe Mengen an Vitamin B1 und C sowie Inulin, also auch für Diabetiker gut verträglichen Zucker, enthält. Ein weiterer Bestandteil der Artischocke ist Cynarin, eine Substanz, die scheinbar wichtige pharmakologische Eigenschaften aufweist: Es stimuliert die Gallensekretion, hat eine milde Wirkung bei der Linderung von Leberschäden und senkt den Cholesterin-Spiegel.

KULTIVIERUNG

Der Boden ist sorgfältig vorzubereiten, da die Kultivierung mehrere Jahre andauern soll. Die Fruchtbarmachung des Untergrunds sieht eine gute Düngung mit 5 bis 8 kg/m² organischem Kompost vor, dem 50 g/m² Superphosphat und die gleiche Menge Kaliumsulfat beigemengt werden. Der Stickstoff wird zum Zeitpunkt des Erwachens der Vegetation an der Oberfläche hinzugefügt, indem 2 bis 3 Nitratgaben mit 10 g/m² Ammoniumnitrat pro Mal verabreicht werden.
Das Umpflanzen der Setzlinge wird im Sommer und Herbst durchgeführt, wobei die Setzlinge in einem Abstand von 0,80 bis 1 m entlang der Reihe und in 1,20 m Abstand zwischen den Reihen gesetzt werden. Die Anbau-Pflege besteht darin, das Erdreich frei von Unkraut zu halten und zu düngen und zu gießen, so oft das im Sommer nötig ist.
Die Produktion von Artischocken beginnt im März (je nach Klimabedingungen) und dauert etwa einen Monat.

SCHÄDLINGE

Zu den Insekten, deren Angriffe besonders schädlich sind, zählen Blattläuse, der Maikäfer und die Europäische Maulwurfsgrille. Gegen Erstere kann mit Verbindungen von natürlichem Pyrethrum vorgegangen werden, für die anderen hingegen kann man auf vergiftete Köder oder das Auflesen von Hand zurückgreifen. Was Pilzerkrankungen angeht, so ist Echter Mehltau besonders schädlich und kann durch besprühen mit Produkten auf Schwefelbasis bekämpft werden.