BASILIKUM

BASILIKUM

Basilikum gehört zur Familie der Lippenblütler (Labiate) und der botanische Name ist Ocimum Basilicum. Es ist eine einjährige, krautige Pflanze mit aufrechten, verzweigten Stielen, die bis zu 50 cm groß werden können. Die Blätter haben je nach Sorte (große und gekräuselte bei einigen Arten, bis hin zu sehr kleinen bei anderen) verschiedene Größen und Formen. Die Farbe variiert von tief grün bis rot und es fehlen auch nicht die Sorten mit gesprenkelten Blättern. Der Blütenstand ist eine Ähre, die sich an der Pflanzenspitze bildet und viele Blüten in den Farben Weiß, Hellblau oder Rosa trägt. Im Eigenanbau sollten die Ähren gleich bei ihrem ersten Erscheinen gekappt werden, da die Pflanze in der Blütephase dazu tendiert, das Wachstum zu unterbrechen. Basilikum ist eine aromatische Pflanze von vermutlich indischer Herkunft und war schon bei Ägyptern und Griechen bekannt. Während der Jahrtausende wurde sie nicht nur mit traditionellen Arzneibüchern, sondern auch mit recht eigenartigen Mythen und Überzeugungen in Verbindung gebracht. In Ägypten galt die Pflanze als ein gutes Omen, Plinius hingegen erwähnt sie im Zusammenhang mit dem Auftreten von Schlaffheit und Wahnsinn, während sie im Mittelalter stattdessen als ein Symbol für Hass und den Teufel angesehen wurde und der jüdische Volksglaube sie als nützlich beim Fasten erachtet; schließlich schreibt ihm eine afrikanische Legende die Fähigkeit zu, vor Skorpionen zu schützen.
Tatsächlich enthält Basilikum ätherische Öle, denen die traditionelle Pflanzenheilkunst eine schmerzstillende, entzündungshemmende und antiseptische Wirkung zuschreibt. In der Kochkunst wurde Basilikum zum Symbol der ligurischen Küche als Hauptbestandteil von Pesto und in der italienischen Region Kampanien verfeinert Basilikum ein typisches Gericht mit Spaghetti und Tomatensauce.

KULTIVIERUNG

Basilikum ist in Bezug auf Temperatur und nach der Keimung, die bei etwa 15 °C stattfindet, eine sehr anspruchsvolle Pflanze und sollte sich, um gut zu wachsen, in einer Umgebung mit Mindesttemperatur von 18 bis 20 °C tagsüber und auch nachts befinden. Auch wenn er gut in direkter Sonne lebt, tut ihm ein Platz im leichten Schatten gut. Aufgrund ihrer thermischen Anforderungen sollten Basilikum-Pflanzen nicht vor April-Mai ins Freiland umgepflanzt werden. Bei der Düngung muss ein Verhältnis der Absorption der Hauptelemente berücksichtigt werden, das 1: 0,5: 1,5 entspricht. Sehr nützlich ist ein organischer Dünger aus 5-8 kg Kompost pro Quadratmeter zusammen mit 50 g/m² Kaliumsulfat und der gleichen Menge Ammoniumsulfat oder Guano. Während der Kultivierung ist regelmäßiges Gießen erforderlich. Im Laufe der Kultivierung ist die Pflanze zu kappen, um die Bildung der ährenförmigen Blüte zu verhindern, die die vegetative Entwicklung blockiert.

SCHÄDLINGE

Basilikum ist anfällig für Wurzelerkrankungen, die durch Angriffe von Fusarium, Rhizoctonia und Pithyum hervorgerufen werden, deshalb sollte er in Böden gepflanzt werden, wo es keine Gefahr von Staunässe gibt, und, wenn möglich, an der obersten Stelle des in Kuppen angelegten Bodens umgepflanzt werden. Aufgrund seines kurzen Zyklus und der ständigen Verwendung der Blätter wird von Behandlungen abgeraten.