KÜRBIS UND ZUCCHINI

KÜRBIS UND ZUCCHINI

Große Kürbisse, Cucurbita maxima sind – allerdings nicht besonders eng - verwandt mit den Zucchini, Cucurbita pepo. Tatsächlich wurden auf dem europäischen Kontinent in der Antike über Jahrtausende Kürbisse verwendet, während die aus Zentralamerika (Mexiko) stammenden Zucchini erst im 18. Jahrhundert eingeführt wurden. Beide gehören der Familie der Kürbisgewächse (Cucurbitaceae) an, wie die Melone, die Wassermelone und die Gurke. Es gibt sehr viele Sorten von Kürbissen, die im Laufe der Jahrtausende sowohl als Nahrung als auch für viele andere Zwecke verwendet wurden: Musikinstrumente (Maracas), Flaschen und Behälter für Flüssigkeiten, Schwämme (Luffa) zur Körperpflege und zu dekorativen Zwecken. Für letztere Verwendung gibt es Hunderte von Sorten, die im Laufe der Jahre die Aufmerksamkeit vieler Sammler erobert haben. Ebenso eigenartig wie verbreitet ist der Verbrauch von orangefarbenen Kürbissen für Halloween. Aus ernährungsphysiologischer Sicht hat das Fruchtfleisch von Kürbis einen geringen Nährwert, etwa 18 kcal/100 g, enthält aber hohe Mengen an Vitamin A, C und B9, hat einen hohen Gehalt an Kalium und wenig Natrium, und ist deshalb auf natürliche Weise harntreibend. Er ist außerdem reich an Ballaststoffen und, wie alle orangefarbenen Früchte reich an Beta-Carotin. Der Anbau erfolgt in der warmen Jahreszeit, vom späten Frühjahr bis in den Sommer. Während dieser Zeit können Kürbisse und Zucchini auf dem Freiland angebaut werden, was im ersten Fall im Spätsommer reife Früchte bringt, während im zweiten die unreifen Früchte nach und nach je nach Entwicklungsstand geerntet werden.

KULTIVIERUNG

Kürbisse und Zucchini werden ab Ende April, wenn die Tiefsttemperaturen über 12 bis 15 °C liegen, auf in Kuppen angelegten Böden umgepflanzt, um gefährliche Staunässe zu vermeiden. Man sollte die Setzlinge nicht auf dem gleichen Land pflanzen, auf dem früher bereits andere Kürbisgewächse gewachsen sind. Diese Kulturen profitieren von einem an Humus und organischer Substanz reichen Boden. Bei der Düngung ist zu berücksichtigen, dass das Verhältnis der Absorption der Hauptelemente (NPK) 1: 0,3: 2,6 ist, d. h. ein sehr großer Bedarf an Kalium und Stickstoff besteht. Eine gute Grunddüngung vor der Bodenbearbeitung sollte 10 kg/m² Kompost vorsehen, dem 100 g/m² Kaliumsulfat und 30 g/m² Ammoniumnitrat oder 50 g Guano beigemengt werden. Im Fall der Zucchini während der Produktion in Abständen von 2-3 Wochen den Boden mit 20 g/m² Guano oder anderem stickstoffhaltigen Dünger bestreuen. Sehr wichtig für den Anbau von Zucchini - aber auch für die Kürbisse - ist die regelmäßige Bewässerung. Während des gesamten Zyklus muss die Kultur reichlich gegossen werden; dabei ist zu vermeiden, dass die Pflanze Anzeichen von Verwelken zeigt. Die Pflanzdichte muss bei Zucchini großflächig sein: circa 1,20 m zwischen den Reihen und 0,80 m - 1,00 m in der Reihe, mit einer Dichte von 0,8 bis 1,2 Pflanzen/m².

SCHÄDLINGE

Kürbisse mögen keine Wiederbepflanzung über Jahre auf der gleichen Fläche oder auf Grundstücken, die schon andere Kürbisgewächse beherbergt haben. Dies hat seinen Grund darin, dass sich diese Bodenflächen während der Kultivierung mit krankheitserregenden Pilzen wie Fusarium und Verticillium anreichern, die die Pflanze leicht angreifen können, indem sie durch den Wurzelhals oder –apparat eindringen. Das Blattwerk kann vom Falschen Mehltau befallen werden, ist aber auch sehr empfindlich gegenüber Echtem Mehltau. Um diesen Schädlingen Einhalt zu gebieten, tut man gut daran, mit vorbeugenden Maßnahmen unter Verwendung von Kupferprodukten oder Schwefelverbindungen alle 2-3 Wochen wiederholt vorzugehen. Was Insekten angeht, so sind Blattläuse besonders schädlich; diese sind einfach durch Besprühen mit natürlichen Pyrethroiden oder durch Bewerfen mit räuberischen Insekten zu bekämpfen. Ein letzter Hinweis soll hier gegeben werden, was Angriffe der Spinnmilbe betrifft, die sich durch sehr feine Spinnweben auf der Pflanzenspitze und unterhalb der Blätter zu erkennen gibt. Diese können mit der Raubmilbe Phytoseiulus persimilis bekämpft werden.