SPARGEL

SPARGEL

Ursprünglich kam Spargel oder Asparagus officinalis an der asiatischen Küste Europas vor, wo es mehrere wild wachsende Arten gibt; er wurde bereits von den alten Ägyptern angebaut und war im römischen Kaiserreich hoch geschätzt. Der Name leitet sich vom griechischen Wort aspharagos oder dem persischen asparag her, was Spross oder Trieb bedeutet. Tatsächlich isst man die jungen Keime der Frühjahrstriebe, die der unterirdische Stamm treibt. Es ist eine mehrjährige Art, bei der Stamm und Wurzeln im Erdreich wachsen, während die Zweige und Blätter über der Erde bis zu eineinhalb Meter Höhe erreichen. Spargel gehört zur Familie der Liliengewächse (Liliaceae) wie Knoblauch und Zwiebel. Spargel ist zweihäusig (diözisch), das heißt, die Pflanze weist sowohl männliche als auch weibliche Individuen auf, und beide produzieren Turionen. Aus energetischer Sicht hat Spargel nur 20 Kcal/100 g beim frischen Produkt, aber hinsichtlich einer gesundheitsbewussten Ernährung interessante Eigenschaften. Er ist harntreibend, hilft bei Gicht, Nierensteinen??, Rheuma und Wassersucht und scheint eine aktive Rolle bei der Verringerung des Auftretens von Ekzemen zu spielen. Er ist reich an der Aminosäure Asparagin, sein Verzehr wirkt sich positiv auf die Produktion zahlreicher Eiweißstoffe aus; Spargel enthält auch Rutin, das zur Verstärkung der Kapillarwände dient.

KULTIVIERUNG

Die Kultivierung ist mehrjährig; deshalb ist es wichtig, den Boden gut durch die Anreicherung mit genügend organischer Substanz und phosphathaltigem Kalidüngemittel vorzubereiten. Für eine angemessene Düngung könnten circa 8 kg/m² organischer Kompost zusammen mit 100 g/m² Kaliumsulfat und 100 g/m² Superphosphat gegeben werden. Für die Bepflanzung werden kleine Vertiefungen gegraben, in die die Setzlinge gepflanzt werden. Nachdem die Pflanzen in der schönen Jahreszeit gewachsen und geerntet sind, kann man im darauffolgenden Winter die bepflanzte Reihe mit der zwischen den Reihen befindlichen Erde auffüllen. Auf diese Weise wird der Reihe Jahr für Jahr etwas Erde zugeführt, indem man ein Häufchen bildet, das das Aufsteigen des Stamms ausgleicht. Die Bepflanzung mit Spargel kann mit Teilen der bereits gediehenen Spargelsprossen oder unter Verwendung von Hybrid-Saatgut erfolgen. Letzteres sollte im Frühjahr gepflanzt werden, damit man die Ernte im folgenden Jahr beginnen und im zweiten, dritten Jahr in die volle Produktion gehen kann. Jedes Jahr lässt man im Frühling nach der Ernte der ersten Turionen die nachtreibenden Zweige regelmäßig wachsen, damit die Pflanze die Nährstoffe speichern kann, die die Produktion im folgenden Jahr veranlassen. Um die unterirdischen Teile neu zu beleben, ist es wichtig, den Spargel auch während der Sommermonate zu bewässern und zu düngen.

SCHÄDLINGE

Zu den Pilz-Parasiten, die den an der Luft befindlichen Teil der Pflanze während des Sommers befallen können, gehören Rost (Puccinia aspargi) und Stemphylium (Stemphylium vesicarium), die beide mit vorbeugenden Behandlungen mit Kupferprodukten unter Kontrolle gehalten werden können. Dem Befall durch die Bohnenfliege (Delia platura), die die Turionen befallen kann, kann im Notfall vorgebeugt werden, indem man das Erdreich vor dem Auftauchen des Spargels entfernt oder auf dem Boden natürliche Pyrethroide verteilt.