PORREE

PORREE

Porree war bereits bei den alten Ägyptern 2000 Jahre vor Christus bekannt; nach Meinung einiger Wissenschaftler kannten ihn sogar die Kelten in noch weiter zurückliegender Zeit. Lauch, wie der Porree auch genannt wird, ist eine krautige, zweijährige Pflanze aus der Familie der Liliengewächse (Liliaceae), wie Knoblauch und Zwiebel. Sein Anbau und Konsum verbreiteten sich im Mittelalter stark. Die Teile, die verwendet werden, sind die unteren Teile der Blattscheiden (der Stamm ist tatsächlich ganz klein und besteht in der kleinen fleischigen Scheibe zwischen den Blättern und Wurzeln). Der Nährwert beträgt nur 29 kcal/100g frisches Produkt, enthält aber gute Mengen an Eisen, Kalzium, Phosphor, Vitamin B1, B2, PP und C. Unter dem Aspekt einer gesundheitsbewusstem Ernährung betrachtet, werden Lauch gute Eigenschaften als Tonikum, für die Nerven, als harntreibendes, abführendes und antiseptisches Naturmittel zuerkannt und er wird außerdem bei Verdauungsstörungen, Anämie, Rheuma, Arthritis, Gicht und Harn-Erkrankungen empfohlen.

KULTIVIERUNG

Die Bodenbearbeitung sollte etwa 3-5 kg / m² organischen Kompost vorsehen, dem 50 g/m² Superphosphat und 50 g / m² Kaliumsulfat zugefügt werden. Die Setzlinge können ab März umgepflanzt werden, wenn keine Frostgefahr mehr besteht. Die Abstände für die Bepflanzung sollten etwa 40 cm zwischen den Reihen und 20 cm in der Reihe sein.

SCHÄDLINGE

Die größten Gefahren stellen Infektionen dar, die durch krankheitserregende Pilze verursacht werden und den Wurzelapparat betreffen; diese Pilze sind vor allem Fusarium culmorum und Pyrenochaeta terrestris und kommen im Erdreich vor. Andere für das Blattwerk schädliche Pilze sind Schwarzrost (Puccinia Porri und Puccinia Allii), Knollenfäule des Porree (Phytophthora porri) und Schimmelpilzbefall (Alternaria porri). Um Erstere zu bekämpfen, sind feuchte Böden und Staunässe zu vermeiden, gegen die anderen kann vorbeugend mit leichten Produkten auf Kupferbasis vorgegangen werden. Unter den tierischen Parasiten ist auf die Lauchmotte (Acrolepia assectella), die Zwiebelfliege (Hylemia antiqua), die Fransenflügler (Trips tabaci) und Fadenwürmer des Stängels (Ditylenchus dipsaci) hinzuweisen. Diese Insekten können mit natürlichen Pyrethroiden oder Klebefallen bekämpft werden.