SALATE

SALATE

Salate sind einjährige Pflanzen, die zur Familie der Korbblütler oder Asteraceae gehören. Die verschiedenen Arten werden vom Menschen seit der Antike verwendet: Sie waren schon bei den Ägyptern bekannt und bei den Griechen verwendet; in der Römerzeit waren sie weit verbreitet und wurden im ganzen Reich angebaut. Die Römer aßen Salat nicht nur als Gemüse, sie nutzten ihn aufgrund seiner beruhigenden Eigenschaften auch als Heilpflanze. Tatsächlich ist das Lactucarium, der Milchsaft des Salats, der beim Einreißen des Gewebes reichlich fließt, nicht nur Namensgeber (im Italienischen), sondern auch eine komplexe Substanz, die eine analgetische und sedative Wirkung ausübt. So heißt es, dass Salat, wenn er reichlich zum Abendessen gegessen wird, Schlaf und Entspannung fördert. Die Kalorienzufuhr von Salat ist sehr gering: etwa 15 kcal/100g. Daher ist er bei kalorienreduzierten Diäten sehr empfohlen. Wie jedes Blattgemüse ist auch Salat eine hervorragende Quelle für Vitamin A, Calcium, Kalium und Eisen. Im Speiseplan passt Salat gut zu eiweißreichen Substanzen (Milchprodukte, Fisch oder Fleisch) oder stärkehaltigen Lebensmitteln (Nudeln, Brot, Reis oder Kartoffeln). Er enthält Pektin, Lactucin und sehr viele Vitamine (A, E, C, B1, B2 und B3) und Mineralstoffe (Calcium, Magnesium, Kalium, Natrium und eine hohe Eisen-Konzentration). Salat ist darüber hinaus reich an Ballaststoffen, die bei Verstopfung helfen können. Die Sorten Salat auf dem Markt können nach ihrer Morphologie in drei Kategorien eingeteilt werden: Salate mit geschlossenem Salatkopf (Kopf-, Römer- und Eisbergsalat), Salate ohne Kopf (der Pflücksalat Gentilina, Lollo und Eichblatt) und Blattsalat.

KULTIVIERUNG

Salate stellen keine hohen thermischen Ansprüche, obwohl die Temperatur des Bodens für ein gutes Wachstum über 9 °C bleiben sollte, während die optimale Lufttemperatur 22 °C nicht überschreiten sollte. Etwaiges Absinken der Temperaturen in den Bereich um 0 °C blockiert die Entwicklung, ist aber für viele Sorten keineswegs tödlich. Die Salatpflanzen wachsen sehr schnell, ihr Zyklus vom Anpflanzen bis zur Ernte dauert 45-70 Tage. In diesem Zeitraum jedoch produzieren sie eine große Grün-Masse, die bis zu 3 kg/m² und darüber erreichen kann. Für eine so rasche Entwicklung brauchen sie gut wasserdurchlässige, nährstoffreiche Böden mit guter Wasserversorgung. Am wichtigsten ist das Vorhandensein von organischer Substanz, die es der Pflanze ermöglicht, die richtige Luftfeuchtigkeit, eine ausreichende Verfügbarkeit von Nährstoffen und geringen Salzgehalt aufrecht zu erhalten. Die Absorption von wichtigen Nährstoffen hat das Verhältnis 1:0,4:2,3 (N: P: K). Um eine Produktion von etwa 3 kg/m² zu erreichen, sollte ein geeigneter Dünger 4-6 kg/m² organischen Kompost enthalten, dem etwa 10 g/m² Phosphor und 20 g/m² Kalium beigemengt werden sollten, die, benutzt man mineralische Dünger, durch etwa 50 g/m² Superphosphat und 40 g/m² Kaliumsulfat ergänzt werden können. An der Oberfläche werden fraktioniert und bevor die Pflanzen den Boden bedeckt haben, 40 g/m² Kalziumnitrat oder Guano hinzugefügt. Die Pflanzdichte ist abhängig von der Sorte, aber die Abstände sind in der Regel etwa 25-30 cm auf der Reihe und 25-30 cm zwischen den Reihen, was 11-16 Pflanzen pro Quadratmeter entspricht. Das Umpflanzen sollte, wenn möglich, immer im oberen Teil des in Kuppen angelegten Bodens erfolgen, um die so schädliche Staunässe unterhalb der Pflanze zu vermeiden.

SCHÄDLINGE

Die Krankheiten, die Salate hauptsächlich befallen, werden durch Boden- und Blatt-Schädlinge verursacht. Sehr gefährlich sind Angriffe von im Substrat vorhandenen Pilzen, wie Sclerotinia und Botrytis, die die Wurzeln oder den Wurzelhals infizieren und in kurzer Zeit zum Kollaps der ganzen Pflanze führen. Gegen diese Krankheitserreger ist das einzige Bekämpfungsmittel (außer chemischen Substanzen) die Vorbeugung, die dadurch erfolgt, dass man nicht in infiziertem Boden oder bei Staunässe pflanzt, die Kultivierungen auf verschiedenen Parzellen rotieren lässt und resistente Sorten verwendet. Auf Kosten des Wurzelapparats gehen auch Angriffe durch die Maulwurfsgrille und Schnellkäfer (Elateridae), die mit vergifteten Ködern oder natürlichen Pyrethroiden bekämpft werden können. Das Blattwerk hingegen wird vom Falschen Mehltau, Echten Mehltau und dem Alternaria-Schimmelpilz befallen. Gegen diese Parasiten-Pilze kann vorbeugende Pflege auf Basis von Kupfer und Schwefel helfen; dabei sind aber die auf der Packung angegebenen Karenzzeiten zu beachten. Durch die extrem kurzen Zyklen dieser Gemüse sollte man nur in den frühen Phasen des Anbaus intervenieren. Unter den nicht-parasitären Krankheiten von Salat kann Bräunung der Blattränder auftreten, die auf eine Unausgewogenheit bei Wasser oder übermäßige Bodenversalzung zurückzuführen ist.