POLEIMINZE

BESCHREIBUNG

Die Pflanze wächst im Mittelmeerraum wild, ist auf Wiesen und an anderen trockenen, sonnigen Orten zu finden. Der botanische Name der Poleiminze ist Calamintha nepeta, andere in Italien geläufige Namen sind „Nepetella“ oder „Poleggio“. In der Toskana wird sie "nepetella" oder "nepitella" genannt, in Emilia "Calameinta", in Kampanien "nepeteja", in Sizilien "nipitedda" und in Sardinien "nebidedda." Poleiminze gehört der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) an, ist mehrjährig und bildet reichlich Stolone, durch die sie sich auf dem Boden ausbreitet. Ihre Blätter verströmen einen intensiven Duft nach Minze, auch wenn die Poleiminze nichts mit der Minze zu tun hat, die zur Gattung Mentha (Pfefferminze, Grüne Minze (Mentha spicata), Hirschminze (Mentha cervina) etc..) gehört. Sie war bereits bei den Römern bekannt, und ihr wurden verdauungsfördernde und anregende Eigenschaften zugeschrieben. In der Küche ist sie eine der wichtigsten Zutaten bei der Zubereitung von Artischocken und wird zum Würzen von Pilz- und Schneckengerichten, dem Tomaten-Brot-Salat „Panzanella“ und der toskanischen Gemüsesuppe „Acquacotta“ verwendet.

KULTIVIERUNG

Poleiminze wächst wild und kann, ähnlich wie Minze, im Klima des Mittelmeerraums problemlos in Töpfen oder im Garten angebaut werden. Im Topf braucht sie Erde bestehend aus 70% organischem Kompost vermischt mit 30% Sand oder Perlit, also ein Substrat, das immer frisch bleibt. Poleiminze-Pflanzen haben einen kriechenden Wuchs, daher sollten große Töpfe oder Kästen verwendet werden. Die Pflanze hat einen Standort in direkter Sonne gern. Die Blätter können in der schönen Jahreszeit jederzeit geerntet werden, doch erreichen sie ihr maximales Aroma, wenn sie blühen. Für den Anbau auf dem eigenen Balkon empfiehlt es sich – will man immer frische Blättchen zur Verfügung haben - regelmäßig die alten Zweige abzuschneiden, damit die Pflanze neue Zweige mit frischen und aromatischen Blättchen produziert.