ANLEITUNG ZUR AUSFüHRUNG EINES KLEINEN GEMüSEGARTENS AUF DEM BALKON IN KüRZESTER ZEIT UND MIT WENIGEN HANDGRIFFEN

Was Sie brauchen

Unsere Hobby Orto-Pflänzchen, den Pflanzkasten mit Wassertank, eine Gießkanne, einen Spaten, eine Harke, einen Sack Blähton, 160 Liter Blumenerde, 0,5 kg organischen Dünger, ein Stück Vliesstoff.

Phase 1:

Die Rille im Boden des Kastens wird mit einer Schicht aus Blähton gefüllt. Blähton ist ein inertes körniges Material und sehr stabil, sodass es keine giftigen Substanzen abgibt. Der Ton hält nicht nur den Boden feucht und kühl, sondern hat auch dank seiner Makroporosität eine drainierende Wirkung; dadurch kann das Wasser ablaufen und die Pflanzen werden nicht von Wurzelfäule befallen, die durch Staunässe verursacht wird.

Phase 2:

Auf die Lehmschicht wird eine Lage Vliesstoff, ein synthetisches Filtriermaterial, aufgelegt. Vlies ist ein atmungsaktives Material, lässt also Luft und Wasser, die für ein optimales Wachstum der Pflanzen unerlässlichen Stoffe, durchdringen und verhindert gleichzeitig, dass die Erde auf den Boden des Blumenkastens durchsickert und so die Bewässerungsfunktion beeinträchtigt. Mit dem Vlies können die Pflanzen auch eingewickelt werden, um sie sowohl vor der Kälte im Winter, als auch vor durch Staub verursachte Umweltverschmutzung (ein Phänomen, das auf den Balkonen der Großstädte auftreten kann) zu schützen.

Phase 3:

Der Kasten wird mit einer Mischung aus Torf und Erde gefüllt. Torf ist ein organisches Material, das aus der Zersetzung von bestimmten Moosen (sog. Sphagnum) in kalter und feuchter Umgebung entsteht. Da Torf weich und faserig ist, macht er den Boden weniger kompakt und ermöglicht so eine gute Drainage und eine gute Wasserretention.

Phase 4:

Bevor mit der Pflanzung begonnen wird, muss der Boden mit natürlichem organischem Dünger (z.B. Gülle) oder mit einem synthetischen Langzeitdünger gedüngt werden. Mit einer Harke wird der Dünger am Boden verteilt, die größeren Schollen werden zerkleinert und das Erdreich wird nivelliert.

Phase 5:

Jetzt ist es an der Zeit, mit dem Setzen der Pflänzchen zu beginnen; dabei behilft man sich eines kleinen Spatens. Die Arten, die angebaut werden sollen, variieren je nach Saison (im Frühjahr Salate, Tomaten, Auberginen, Paprika, Zucchini, etc.., im Herbst Kohl, Brokkoli, Kopfsalat, Radicchio, etc..). Der Kasten fasst je nach Gemüseart zwischen 6 bis 15 Setzlinge. Nach dem Pflanzen wird gegossen, sodass sich die Erde rings um die Pflanzen setzt.

Phase 6:

Mit der Gießkanne wird der Wasserbehälter des Kastens gefüllt, der eine Kapazität von 6 l hat und eine totale Unabhängigkeit in Bezug auf Wasser ermöglicht; diese Unabhängigkeit dauert zwischen 7 und 15 Tagen, je nach Art der angebauten Pflanzen und der Jahreszeit. Das Wasser steigt vom Boden des Kastens dank eines kapillaren Anstiegs an; auf diese Weise wird der an der Luft befindliche Teil der Pflanze nicht nass und die Möglichkeit eines Auftretens von Pilzkrankheiten, die durch die Präsenz von Wasser auf den Blättern begünstigt wird, verringert sich.

Phase 7:

Während der Kultivierung ist die Wasserversorgung durch den Tank im Kasten gewährleistet. Was die Düngung angeht, kann dem Gießwasser in periodischen Abständen ein organischer Flüssigdünger beigemengt werden. Es wird geraten, hin und wieder die Erde rund um die Pflanzen zu harken, um das Erdreich aufzulockern und besser zu belüften. Nach einer abhängig von der Jahreszeit und den Pflanzenarten variierenden Zeit können Sie das, was Sie gesät haben, zu ernten beginnen. Viel Spaß bei der Arbeit!